Erfahrungsbericht US-Pharmakonzern

Sascha Hendricks Erfahrungsbericht BRbase

Der Betriebsrat eines großen US-amerikanischen Pharmakonzerns – rund 400 Beschäftigte am rheinländischen Standort, weltweit über 30.000 Mitarbeitende – arbeitet heute durchgängig mit BRbase. Betriebsratsvorsitzender Sascha Hendricks zieht ein klares Fazit: mehr Rechtssicherheit, weniger Sucherei, spürbar mehr Zeit für die Kolleginnen und Kollegen. Im Interview erzählt er, warum der Weg zur Einführung in einem US-Konzern besonders steinig war, welche Zahlen ihn selbst überzeugt haben und warum BRbase für ihn die „digitale Zentrale“ des Gremiums ist.

Vom Ordnerchaos zur digitalen Zentrale

Vor BRbase organisierte das elfköpfige Gremium seine Arbeit mit einer Vielzahl von Ordnern, Excel-Listen und E-Mails, verteilt über verschiedene Ablageorte. „Man musste so oft suchen“, erinnert sich Sascha. Wer sich auf eine Sitzung vorbereiten wollte, hangelte sich durch Excel-Dateien, Word-Dokumente und PDFs aus der Personalabteilung. Das kostete Zeit und man sei „nicht immer optimal vorbereitet“ gewesen.

Besonders heikel war die Ladung von Ersatzmitgliedern. Das Unternehmen wählt seit mehreren Perioden per Listenwahl, inzwischen sind es sieben Listen. Wer einspringen musste, ergab sich streng nach Reihenfolge und wer überhaupt verfügbar war, ließ sich nur mühsam ermitteln: Für jeden Urlaubs- oder Krankheitsfall musste Sascha zusätzlich das Zeiterfassungssystem durchsehen. „Das hat die Arbeit gerade beim Einladen ziemlich erschwert.“

Den Anstoß gab Sascha selbst, damals noch als stellvertretender Vorsitzender. Auf dem Betriebsrätetag in Bonn stieß er auf Thilo Haase, Jurist und CPO bei clarait. Mehrere Anbieter für Betriebsrats-Software hatte das Gremium verglichen, überzeugt hat am Ende BRbase. Sascha machte die Einführung zu seinem persönlichen Anliegen: „Ich hab mich da echt ins Zeug gelegt“, erinnert er sich.

Der Weg dahin war lang. In einem amerikanischen Konzern werde Software außerhalb der eigenen Systeme nur ungern zugelassen, erklärt Sascha; die Einführung habe rund ein dreiviertel Jahr gedauert. „Es war ein langer Weg. Aber er hat sich gelohnt.“ Begleitet fühlte sich das Gremium dabei durchweg gut: Ein Ansprechpartner sei immer erreichbar gewesen und clarait habe den Kontakt zur konzerneigenen IT sofort hergestellt.

Bedenken beim Datenschutz? Die habe man im Vorfeld mit Thilo Haase und der eigenen, in Deutschland ansässigen Datenschutz-Compliance-Stelle ausgeräumt und dem Arbeitgeber vorgelegt. „Es ist alles rechtlich sicher“, im Gremium habe es daher keine Vorbehalte gegeben. Gerade die Rechtssicherheit sei für den Betriebsrat entscheidend gewesen. Im Tagesgeschäft ist für Sascha vor allem die zentrale Ablage eine große Erleichterung. Statt in mehreren Ordnern zu suchen, liegt heute alles gebündelt an einer Stelle. Das erleichtert besonders die Sitzungsvorbereitung und spart messbar Zeit.

Die Zeitersparnis lässt sich auch in Zahlen fassen. Damit konnte Sascha die Personalabteilung überzeugen, dass BRbase die Arbeit effektiver macht. Sein Vorher-Nachher-Vergleich fällt deutlich aus: Bei der Tagesordnung spare er „locker eine Stunde“ pro Sitzung, beim Protokoll noch einmal eine halbe bis dreiviertel Stunde. Bei einem Sitzungsrhythmus von 14 Tagen plus Personalausschuss summiert sich das schnell. Unterm Strich, sagt er, seien es „pro Sitzung zwei bis drei Stunden“, die das Gremium heute an anderer Stelle sinnvoller einsetzen kann.

Diese Zeit ist für Sascha kein Selbstzweck: Sie fließt zurück in die eigentliche Betriebsratsarbeit. Derzeit verhandelt das Gremium mit dem Arbeitgeber über eine Umstellung der Schichtmodelle. Das sei eine mitbestimmungsintensive Aufgabe, bei der es darum geht, eine tragfähige Lösung für beide Seiten zu finden. Ebenso wichtig ist ihm die Präsenz vor Ort: Er gehe möglichst täglich durch die Abteilungen und suche aktiv das Gespräch mit den Kolleginnen und Kollegen. Der gewonnene Freiraum kommt so unmittelbar der Mitbestimmung und den Beschäftigten zugute.

Ausdrücklich lobt Sascha den Support. Lange Warteschleifen kenne er nicht, ob per Anruf oder Mail, er erhalte „innerhalb von kürzester Zeit“ eine Rückmeldung. Auch Feedback werde wertgeschätzt und diene als Grundlage für die kontinuierliche Weiterentwicklung.

Dass die Umstellung gelang, lag auch am Wandel im Gremium. Mit der letzten Wahl kamen jüngere Kolleginnen und Kollegen dazu, auch aus der Produktion, die die digitale Lösung von Anfang an begrüßten. Bei einigen „alten Hasen“ war zunächst Überzeugungsarbeit nötig, vor allem beim konsequenten Pflegen des Abwesenheitskalenders. Sascha blieb dran und heute funktioniere es wunderbar. Das System sei selbsterklärend, man müsse es den Leuten nur einmal zeigen.

Deshalb rät Sascha anderen Betriebsräten, sich BRbase in jedem Fall einmal zeigen zu lassen. Für ihn ist die Software weit mehr als ein Werkzeug. BRbase sei „eine digitale Zentrale für den Betriebsrat“, in der Dokumente, Beschlüsse und Termine an einem Ort zusammenlaufen.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Im Gegenteil. BRbase bekommst du mit allen Funktionen um starten zu können für 25€ pro ordentlichem Mitglied pro Monat. Mehr zu den Preisen findest du hier: Preise und Varianten.

Die Kosten für BRbase trägt der Arbeitgeber: Der Arbeitgeber hat grundsätzlich die Pflicht zur Übernahme aller Kosten im Zusammenhang mit der Tätigkeit des Betriebsrats. Dies ergibt sich aus § 40 Abs. 1 BetrVG. Außerdem ist der Arbeitgeber nach § 40 Abs. 2 BetrVG verpflichtet, dem Betriebsrat die Arbeitsmittel für seine Gremienarbeit zur Verfügung zu stellen. Mehr dazu.

In BRbase findest du jederzeit die aktuellsten Rechtshinweise. Durch automatische, monatliche Updates stellen wir das sicher. BRbase wird in enger Zusammenarbeit mit Juristen und Betriebsräten ständig weiterentwickelt. Zudem ist unser Co-Founder Thilo Jurist mit Schwerpunkt Arbeitsrecht und kümmert sich darum, dass BRbase immer auf dem akruellsten Stand der Rechtslage gehalten wird. Mehr zu Rechtssicherheit mit BRbase.

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Autor

Bild von Kathrin Wagner

Kathrin Wagner

Kathrin ist Marketing Specialist und kümmert sich um aktuelle Beiträge und News rund um BRbase und clarait.

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